Das BWZ Rapperswil-Jona bietet praxisnahe Grundbildungen in diversen Berufen sowie die Möglichkeit zur Berufsmaturität oder der Informatikmittelschule Technik.
Wir sind bekannt als Bildungsinstitution mit engagierten und kompetenten Lehrpersonen sowie praxisnahem Unterricht, gestaltet mit aktuellen Methoden und passender Didaktik.
Starte deine Ausbildung mit Zukunft und Fokus!
Jetzt für das Schuljahr 2026/27 an unserer Berufsfachschule anmelden.
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Im Bereich der kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Weiterbildung für Erwachsene gehören wir zu den führenden Anbietern in der Ostschweiz.
«Unfälle passieren nicht einfach. Sie sind fast immer das Resultat von Entscheidungen», sagt Michel Ebnöter, Referent von Roadcross, gleich zu Beginn des Präsentationsworkshops zur Verkehrssicherheit, den eine Kunststofftechnologen-Klasse aus der Abteilung der gewerblich-industriellen Berufe (GIB) am BWZ Rappi Ende Januar besucht hat. Mit einer weiteren, provokanten Einstiegsfrage holt der Referent die Lernenden ab: «Wie viele Entscheidungen treffen wir eigentlich pro Tag?» Über 20’000, lautet die Antwort – die meisten davon unbewusst. Genau dort setzt der Workshop an, den das BWZ Rappi bewusst für diese Klasse im dritten Lehrjahr organisiert hat.
Thema im allgemeinbildenden Unterricht
Denn diese Lernenden besprechen nicht nur im Fach ABU (allgemeinbildender Unterricht) Versicherungen, sondern bilden statistisch gesehen jene Altersgruppe, die am häufigsten in schwere Verkehrsunfälle verwickelt ist. «Nicht weil sie schlechter sind als andere», betont Michel Ebnöter, «sondern weil sie viele Entscheidungen zum ersten Mal treffen und darum häufiger deren Folgen unterschätzen.» Ziel der Veranstaltung ist deshalb nicht Belehrung, sondern Information, Sensibilisierung und bewusste Konfrontation mit realen Unfallfolgen.
Risikomanagement ernst nehmen
Viele Lernende berichten von eigenen Unfällen oder Beinahe-Situationen. Schnell wird klar, dass es oft nur Sekunden braucht, bis etwas passiert. «Unfälle sind kein Zufall», betont Michel Ebnöter. «Wenn man Risikomanagement ernst nimmt und sich selbst gut hinterfragt, kann man Risiken massiv senken.» Verkehrssicherheit beginnt bei jeder einzelnen Entscheidung, sei es beim Mitfahren, beim Tempo, beim Handy oder beim Alkoholkonsum.
Eine Sekunde kann ein ganzes Leben verändern
Ein Filmbeitrag im Workshop thematisiert daraufhin die Geschichte von Abra. Sie verlor ihren Freund bei einem Autounfall, nachdem sie in ein Fahrzeug gestiegen waren, dessen Fahrer Alkohol getrunken hatte. Ihre Aussagen gehen unter die Haut: «Eine Sekunde kann dein ganzes Leben verändern», sagt sie. Die körperlichen und psychischen Folgen begleiten sie bis heute. «Damit musst du ganz allein leben», sagt Abra.
Welche Entscheidung war nicht klug?
Nach dem Film fragt Michel Ebnöter offen in die Runde: «Was macht das mit euch?» Ein Lernender bringt es auf den Punkt: «Es zeigt wieder einmal, wie schnell es gehen kann.» «Es geht nicht ums Werten, sondern ums Verstehen: Welche Entscheidung war hier nicht klug?» Als ein Lernender schlicht mit «Alles» antwortet, nickt Michel Ebnöter: «Die beste Antwort, die ich je gehört habe.»
Ablenkung als grösste Gefahr
Im zweiten Teil des Workshops führt Leslie Holenstein, Co-Referentin von Roadcross, durch zentrale Unfallursachen. Alkohol, Drogen, Geschwindigkeit, Selbstüberschätzung – vieles ist bekannt. Doch eine Gefahr wird besonders greifbar: Ablenkung. Mit einem einfachen Aufmerksamkeitstest erleben die Lernenden, wie leicht selbst offensichtliche Dinge übersehen werden, wenn der Fokus falsch gesetzt ist. «Wenn wir uns stark auf etwas konzentrieren, blendet unser Gehirn anderes aus», erklärt Leslie Holenstein. Genau das passiert im Strassenverkehr; etwa durch das Handy, Müdigkeit oder Gespräche mit Mitfahrenden.
Alkohol, Drogen – und die Konsequenzen
Auch Alkohol, Cannabis und Medikamente werden thematisiert. Selbst kleine Mengen verändern Wahrnehmung, Reaktionszeit und Selbsteinschätzung. Cannabis kann bis zu 72 Stunden nachwirken, bei Drogen gilt Nulltoleranz. «Im Zweifelsfall gilt immer: nicht fahren», hält Michel Ebnöter fest.
Besonders eindrücklich ist das Beispiel eines jungen Fahrers, der nach einem Unfall unter Cannabiseinfluss mit massiven finanziellen Konsequenzen konfrontiert wird. Die Versicherung nimmt Regress und der Fahrer muss über 270’000 Franken zurückzahlen. «Alles nur wegen einer Entscheidung», fasst Leslie Holenstein zusammen und fragt: «Was hätte es gekostet, wenn er nicht gekifft hätte?» Eine Lernende antwortet korrekt: «Nur den Selbstbehalt.»
Verantwortung für ein ganzes Leben
Zum Abschluss stellt Michel Ebnöter eine letzte Frage: «Unfall – oder doch lieber ein geiles Leben?» Die Antwort lässt er bewusst offen. Was bleibt, ist die klare Botschaft: Verantwortung im Strassenverkehr beginnt nicht beim Gesetz, sondern bei jeder einzelnen Entscheidung.
Eine Lernende humpelt durch den Raum, andere machen es ihr nach. Zuerst vorsichtig, dann immer mutiger. Es folgen kurze Auflockerungsübungen: Es wird gelacht, gestampft, geweint, gestritten. Die anfängliche Zurückhaltung verschwindet rasch, die Stimmung löst sich. Nun wird der Raum zu einem imaginären Brett, das nur dann im Gleichgewicht bleibt, wenn alle der anwesenden Lernenden mitspielen: So beginnt der Theater-Tag im Rahmen von „BWZ goes culture“ am BWZ Rapperswil-Jona.
Geleitet wird der Workshop von Silvan Diener, Leiter des Theater act-back aus Zürich. Sein Fokus liegt auf Improvisation und den eigenen Geschichten der Jugendlichen. „Alle Menschen können spielen“, sagt er gleich zu Beginn. Gerade für junge Erwachsene sei es hilfreich, nicht Texte auswendig zu lernen, sondern Situationen aus dem eigenen Alltag auf die Bühne zu bringen. „So holt man sie ab“, sagt der Profi.
Theater zum Erleben statt zum Vorspielen
Im Verlauf des Tages entstehen unter anderem sogenannte Bildergeschichten: Die Lernenden bewegen sich im Raum, ein Klatschen und sofort finden sich jeweils drei von ihnen zusammen und formen eine Pose zu einem vorgegebenen Stichwort. Zunächst stumm, später sprechen sie dazu. Eine schlechte Note ist dabei der Ausgangspunkt: Was sagen die Eltern? Wie reagiert die Lehrperson? Was tuscheln Mitschülerinnen und Mitschüler hinter dem Rücken? Aus den Antworten werden Szenen, aus den Szenen entstehen Erkenntnisse. Silvan Diener gibt dabei gezieltes Feedback zu Haltung, Präsenz und Wirkung oder dazu, wie man stehen muss, damit das Publikum die Gesichter lesen kann.
Kompetenzen, die über die Schule hinausreichen
Ein ganzer Tag Theater ist intensiv. „Für die Jugendlichen passiert an einem solchen Tag sehr viel, aber genau darin liegt der Wert“, erklärt Silvan Diener. Sie lernen, neue Rollen auszuprobieren, und Perspektiven zu wechseln. Genau hier setzt die jährlich stattfindende Projektwoche „BWZ goes culture“ an: Die Angebote holen die Lernenden aus dem gewohnten Schulalltag heraus und eröffnen ihnen neue Zugänge zu Kultur. „Alle Workshops sind nicht theoretisch, sondern praktisch und lebensnah“, sagt Philipp Beyeler, Sportlehrer und Projektleiter, „es geht uns nicht darum, einfach etwas Abwechslung zum Unterricht zu bieten. Wir wollen gezielt Räume schaffen, in denen junge Menschen sich ausprobieren und Neues entdecken können.“
Diese Erfahrungen seien zentral für die persönliche Entwicklung der Lernenden und wirkten weit über die Schulzeit hinaus, betont auch Rektor Stefan W. Kriz: „Kulturelle Bildung fördere Selbstvertrauen, Ausdrucksfähigkeit und soziale Kompetenzen. Diese Fähigkeiten sind im Berufsleben oft genauso gefragt wie fachliches Wissen.“
Ein breites Kulturangebot für alle Interessen
Der Theater-Tag ist nur eines von vielen Angeboten, aus dem die rund 900 Lernenden auswählen konnten:
Connteced Life, Konfiguration und Kommunikation mit Ein- und Ausgabegeräten
Surprise & SR Technics, Sozialer Stadtrundgang in Zürich mit Surprise und Werftführung bei SR Technics am Flughafen Zürich
Rap und Beatboxing, bei dem eigene Texte geschrieben und performt werden
StreetArt, mit einer geführten Tour durch Zürich und eigenen Entwürfen
Radiotime, inklusive Livesendung im Radiostudio
World wide cooking challenge, bei der internationale Menüs geplant, eingekauft und gemeinsam gekocht werden
(Über-)Leben im Job, mit Fokus auf Stressmanagement, Kommunikation und Auftrittskompetenz
Schneesport im Hoch-Ybrig, der Bewegung und Gemeinschaft verbindet
Allen Programmen gemeinsam ist der Gedanke, Lernen ganzheitlich zu verstehen. Damit leistet „BWZ goes culture“ einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung der Lernenden.
Du hast die Schule abgeschlossen, aber noch keine Lehrstelle gefunden? Oder du brauchst noch mehr Zeit für die Berufswahl, du möchtest zuerst deine Deutschkenntnisse verbessern und dich besser auf die Berufswelt vorbereiten?
Dann ist unser Info-Abend zu den Brückenangeboten ab Sommer 2026 genau das Richtige für dich!
📅 Datum & Zeit:
5. März 2026, 19.00 Uhr
📍 Ort:
Aula BWZ Rapperswil-Jona, Zürcherstrasse 1–7, 8640 Rapperswil-Jona
Komm einfach vorbei, eine Anmeldung ist nicht nötig!
Was sind Brückenangebote?
Brückenangebote richten sich an Jugendliche, die nach der Volksschule noch keine Lehrstelle beginnen können oder sich bei der Berufswahl noch orientieren möchten. Sie helfen dabei, schulische, sprachliche oder praktische Voraussetzungen für den nächsten Schritt zu verbessern.
Unsere Angebote am Infoabend im Überblick
🔹 Integrationskurs (BWZ Rappi)
Für ausländische Jugendliche, deren Deutschkenntnisse noch nicht für eine berufliche Grundausbildung ausreichen. Der Kurs stärkt Sprache und schulische Grundlagen.
🔹 Vorlehre (BWZ Rappi)
Ein Jahr Schule kombiniert mit einem Praktikum. Ideal für Jugendliche ohne Lehrstelle, die ihre Chancen auf eine Ausbildung gezielt verbessern möchten.
🔹 Berufsvorbereitungsjahr (BWZT Lichtensteig)
Ein schulisches Vollzeitangebot direkt im Anschluss an die Volksschule zur gezielten Vorbereitung auf die Berufswelt.
Themen am Infoabend
Am Infoabend erhalten du und deine Begleitperson(en) einen umfassenden Einblick in:
Flyer Infoanlass Brückenangebote 2026
«Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema. Sie ist längst Teil des Alltags unserer Lernenden. Umso wichtiger ist es, dass sie lernen, KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und kritisch zu hinterfragen», sagt Carmen Kluser, Fachlehrerin Allgemeinbildender Unterricht (ABU) im Bereich gewerblich-industrielle Berufe (GIB) am BWZ Rapperswil-Jona.
Mit diesem Anspruch wurden im Januar mit mehreren Klassen der Abteilung GIB KI-Workshops durchgeführt. Im Rahmen eines Workshops durch Fachpersonen von Smartfeld, einer Initiative die Kreativität und Zukunftskompetenzen in den MINT-Fächern fördert, erhielten die Lernenden einen praxisnahen Zugang zur generativen KI. Ziel des Workshops war es, technisches Verständnis mit kritischem Denken zu verbinden und die Jugendlichen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit KI in Schule, Beruf und Gesellschaft vorzubereiten.
Wie präsent KI bereits ist, zeigt sich auch gleich zu Beginn des Workshops: Auf die Frage, wer Künstliche Intelligenz regelmässig für Schule oder Beruf nutzt, melden sich alle Lernenden. Ob zum Recherchieren, Zusammenfassen von Texten oder zur Unterstützung bei beruflichen Aufgaben, KI-Tools sind für sie längst eine Selbstverständlichkeit.
Spielerisch Möglichkeiten und Grenzen entdecken
Der Workshop setzte bewusst auf Ausprobieren, Hinterfragen und gemeinsames Lernen. Auf den Bildschirmen der Lernenden entstanden mit dem Programm Quick, Draw! Zeichnungen und Skizzen – nicht immer mit dem gewünschten Resultat. Daneben wurde diskutiert, verglichen und gelacht. «Ich habe gemerkt, dass die KI zwar schnell ist, aber nicht immer recht hat», sagt Ben Sommer, Polymechanik-Lernender im ersten Lehrjahr, und zeigt auf sein Ergebnis bei Quick, Draw!: Die KI erkannte seine gezeichnete Trompete erst nach mehreren Anläufen. Peter Rüdisüli, Workshop- und Standortleiter von Smartfeld in Rapperswil, ordnet dies ein: «KI wird mit grossen Datenmengen aus der ganzen Welt trainiert. Theoretisch wäre es möglich, ihr falsche Muster beizubringen. Zum Beispiel dann, wenn viele Menschen eine Trompete falsch zeichnen und dies als korrekt bewerten. Was hier spielerisch mit Zeichnungen passiert, kann auch bei anderen KI-Anwendungen wie ChatGPT auftreten – mit entsprechend weitreichenden Folgen.»
Lernen durch Ausprobieren
Im Workshop arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aktiv mit regelbasierter, abrufbasierter und generativer KI. Sie erstellten Bilder, formulierten unterschiedliche Prompts und verglichen die Resultate. Dabei wurde deutlich, wie kreativ, aber auch wie fehleranfällig KI sein kann. So kennt keine der getesteten KI-Anwendungen das schweizerdeutsche Wort «Gigampfi» für «Wippe». Anstatt eine passende Antwort zu liefern, erfanden die Programme kreative, aber falsche Erklärungen. Peter Rüdisüli betont: «Uns geht es nicht darum, den Lernenden fertige Antworten zu liefern. Sie sollen selbst ausprobieren, Fehler entdecken und daraus lernen. Genau so entsteht ein realistisches Bild davon, was KI kann und was eben nicht.»
KI testen und kritisch hinterfragen
Ein weiterer Bestandteil des Workshops war der zweite Teil, in dem die Lernenden in einem Gruppenprojekt die Rolle von Startup-Beraterinnen und -Beratern übernahmen. Dabei erfuhren sie, wie entscheidend präzise formulierte Prompts für die Zusammenarbeit mit generativer KI sind. Durch gezieltes Testen, Anpassen und Hinterfragen verbesserten sie ihre Ergebnisse Schritt für Schritt. «Wir mussten wirklich genau überlegen, wie wir der KI etwas erklären, damit sie das macht, was wir wollen», sagt Manuel Hagmann, Lernender Polymechaniker, nach der Gruppenarbeit. «Gerade in diesen Projekten wird sichtbar, dass KI ein starkes Werkzeug sein kann – aber nur dann, wenn der Mensch die Richtung vorgibt», betont Carmen Kluser und zieht ein Fazit aus dem Workshop: «Unsere Lernenden lernen, KI als Werkzeug zu verstehen und nicht als Ersatz für eigenes Denken. Es wurde klar, dass die Verantwortung immer beim Menschen liegt. Genau das wollten wir erreichen.»
Über Smartfeld
Smartfeld ist eine interdisziplinäre Initiative, die Kreativität und Zukunftskompetenzen fördert, um Kinder und Jugendliche fit für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu machen. Als eine der Leadorganisationen der IT-Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen (ITBO) bietet Smartfeld inspirierende Lern- und Experimentierräume in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Durch die Zusammenarbeit mit führenden Institutionen wie dem Switzerland Innovationspark Ost, der Empa, der GBS St. Gallen, der OST – Ostschweizer Fachhochschule, der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, der Universität St. Gallen und neu auch das bzbs, Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans integriert das Smartfeld Expertise aus Bildung, Forschung und Praxis, um junge Menschen bestmöglich für das digitale Zeitalter vorzubereiten. Unser Motto: «Technologie + Kreativität».
Hier zu finden: Home | Smartfeld | Technologie + Kreativität
Die Lernenden des BWZ Rapperswil-Jona, die am Sport- und Förderprogramm Leistungssport teilnehmen, sind einen stark getakteten Alltag gewohnt. Trainingseinheiten, Wettkämpfe, Lehre und Berufsschule greifen bei ihnen eng ineinander. An einem Montagabend im Januar kommt jedoch etwas Ungewohntes hinzu: Stille. Auf der Leinwand in einem Schulzimmer gleitet ein Taucher ohne Atemgerät in die Tiefe. Währenddessen werden auch die Lernenden unwillkürlich ruhiger. Der Mann, der vorne steht und den Film gestartet hat, heisst Christian Langer.
Wenn Schule auf Extremsport trifft
Christian Langer, der in Rapperswil aufgewachsen ist und früher als Eishockey-Profi für die Lakers, den SC Bern und den EHC Chur auf dem Eis Stand, ist Apnoe-Taucher und das auf höchstem Niveau: Mit 92 Metern Tiefe hält er den Schweizer Rekord in seiner Altersklasse, gewann 2025 drei Goldmedaillen an den Weltmeisterschaften und ist neunfacher Schweizer Meister. Er weiss aus eigener Erfahrung, was Geduld, Disziplin und der Umgang mit Druck bedeuten. Genau deshalb war er der Gastreferent am diesjährigen Get-together-Event, mit dem für die Lernenden im Leistungsförderprogramm jeweils das neue Jahr beginnt. Der Profi gewährte eindrückliche Einblicke in seine aussergewöhnliche Sportart. Für viele der jungen Sportlerinnen und Sportler war es der erste direkte Kontakt mit dem Apnoetauchen – einem Sport, bei dem mentale Stärke mindestens so wichtig ist wie körperliche Fitness.
Was Apnoetauchen bedeutet
Apnoetauchen heisst, mit nur einem Atemzug möglichst lange oder möglichst tief zu tauchen. Es sei kein Kampf gegen das Wasser, erklärt Christian Langer, sondern ein ständiges Abwägen zwischen Ehrgeiz und Verantwortung. Wer zu viel wolle, verliere. Diese Logik verstehen die Jugendlichen schnell, denn viele von ihnen kennen das Gefühl, wenn zu hohe Erwartungen die Leistung blockieren. «Erfolg ist nicht nur spektakulär. Meist ist er das Resultat von vielen unscheinbaren Tagen», sagt der Profi. Es gehe nicht um Mutproben, sondern um Kontrolle, Ruhe und Technik. «Je entspannter ihr seid, desto leistungsfähiger wird euer Körper.» Damit zieht er direkte Parallelen zu anderen Leistungs- und Wettkampfsportarten wie Eishockey, Reiten oder Volleyball, die viele der Lernenden selbst ausüben.
Lernende im Mittelpunkt
Besonders aufmerksam hören die Jugendlichen zu, als Christian Langer über seinen eigenen Weg spricht. Viele von ihnen stehen selbst im Spannungsfeld zwischen Ausbildung, Training und Wettkampf. Genau hier knüpft der Referent an: «Ich weiss, wie schwierig es ist, alles unter einen Hut zu bringen. Aber ohne Struktur und Disziplin funktioniert es nicht, weder im Sport noch im Beruf.» Marc Weiler, Verantwortlicher für das Leistungsförderprogramm und Sportlehrer am BWZ Rapperswil-Jona, bestätigt: «Die Lernenden im Förderprogramm versuchen täglich, ihre Ausbildung und ihren ambitionierten Sport zu vereinen.» Das Leistungsförderungsprogramm biete ihnen Strukturen und Flexibilität, den inneren Druck müssten sie jedoch selbst bewältigen. Genau hier liege der Mehrwert solcher Inputs: «Christian Langer zeigt ihnen auf authentische Weise, dass mentale Stärke, Geduld und das Akzeptieren von Grenzen entscheidend sind – nicht nur im Sport, sondern auch für die berufliche Laufbahn», so Marc Weiler.
Erfolge, Training und Schattenseiten
Anhand von Bildern aus seiner Karriere zeigt Christian Langer Rekordversuche und Trainingssituationen. Er spricht offen über Erfolge, aber auch über Rückschläge und Risiken. Mentales Training spiele dabei eine zentrale Rolle. Besonders eindrücklich ist seine Offenheit gegenüber den Schattenseiten des Leistungssports. Statt sich selbst zu inszenieren, spricht er über lange Trainingsphasen ohne sichtbare Fortschritte, über Zweifel und schwierige Momente. Sein Rat an die Lernenden ist klar: «Setzt im Sport alles daran, erfolgreich zu sein, aber sorgt dafür, dass ihr eine Lehre habt, falls es nicht klappt.» Denn Leistungssport ist nie planbar, Verletzungen oder Rückschläge könnten Karrieren abrupt beenden. Eine solide berufliche Basis gibt Sicherheit und Freiheit.
Ein Vortrag, der nachwirkt
Nach dem Referat wird am gemeinsamen Pizza-Essen noch lange diskutiert. Viele Lernende nehmen weniger technische Details als vielmehr eine Haltung mit: Geduld, Konsequenz und einen respektvollen Umgang mit den eigenen Grenzen. Der Besuch von Christian Langer zeigt, dass Spitzenleistung nicht nur im Wasser entsteht, sondern im Kopf, im Alltag und in der Bereitschaft, kontinuierlich an sich zu arbeiten.
Das Förderprogramm Leistungssport an kantonalen Berufsfachschulen ergänzt die Bestrebungen eines Ausbildungsbetriebs mit dem Label «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» von Swiss Olympic. Gemeinsam ermöglichen wir jungen Sporttalenten einen erfolgreichen Berufsabschluss und die persönliche Entwicklung im Sport. Am BWZ Rappi nehmen aktuell 24 Lernende aus verschiedenen Berufsrichtungen daran teil.
Am Dienstag, 09.12.2025 durfte ich unsere Kunststoffpraktiker/innen EBA (KSP24a) zum ersten Messtechnik-Seminar des BWZ Rapperswil-Jona bei Brütsch/Rüegger Tools in Urdorf begleiten.
Ich habe dieses Seminar im Rahmen erweiterter Lehrformen organisiert, weil mir wichtig ist, dass unsere Lernenden Mess-technik nicht nur theoretisch kennenlernen – sondern sehen, anfassen, ausprobieren und verstehen.
Gerade in der Kunststofftechnik ist dies für eine zuverlässige Qualitätssicherung zentral.
Nach der freundlichen Begrüssung durch die Herren Allemann, Kadriu und Uka führten die Spezialisten von Brütsch/Rüegger die Lernenden kompetent durch vier praxisnahe Workshop-Stationen:
Mich hat besonders gefreut, wie aufmerksam und interessiert die Lernenden gearbeitet haben. Solche praxisnahen Lernan-lässe stärken nicht nur das technische Verständnis, sondern auch das Bewusstsein für Qualität – ein wichtiger Pfeiler in der Kunststoffverarbeitung.
Ein herzliches Dankeschön an Brütsch/Rüegger Tools für die professionelle Durchführung sowie an die OIG Ostschweiz und die Böhler-Kern-Stiftung Rapperswil für die grosszügige Unterstützung dieses Bildungsangebots.
Mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Weg nach Rapperswil.
Ich bin überzeugt: Das war nicht das letzte Seminar dieser Art – die positiven Rückmeldungen bestärken mich, diesen praxis-orientierten Weg konsequent weiterzugehen.
Beitrag von René Jud, Fachbereichsleiter Kunststofftechnik
Am frühen Morgen führte die Klasse ZFA24a gemeinsam mit dem Thermografen Christoph Lehner und dem Klassenlehrer Simon Rakeseder in Amden-Arvenbüel umfassende Thermografieaufnahmen durch. Dabei konnten eindrückliche Leckstellen in der Gebäudehülle sichtbar gemacht werden, die zuvor nicht erkennbar waren. Besonders deutlich zeigte sich beim anschliessenden Luftdichtigkeitstest, dass im Gebäude grosse Leckagen vorhanden sind. Eine der auffälligsten Stellen war eine vergessene Folie in einem Teil des Dachgeschosses, welche zu erheblichen Wärmeverlusten führt. Die Lernenden erhielten dadurch einen praxisnahen Einblick in die Bedeutung der luftdichten Bauweise sowie den korrekten Einbau von Materialien. Im konkreten Beispiel konnten die Lernenden ZeichnerInnen erkennen, wie elementar die vollständige und detaillierte Planung der thermischen Gebäudehülle ist und bei einem Umbau eine beachtliche Herausforderung darstellt.
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