Fokus.

BWZ Rapperswil-Jona

Das BWZ Rapperswil-Jona bietet praxisnahe Grundbildungen in diversen Berufen sowie die Möglichkeit zur Berufsmaturität oder der Informatikmittelschule Technik.

Grundbildung

Wir sind bekannt als Bildungsinstitution mit engagierten und kompetenten Lehrpersonen sowie praxisnahem Unterricht, gestaltet mit aktuellen Methoden und passender Didaktik.

Schulanmeldung für 2026

Starte deine Ausbildung mit Zukunft und Fokus!

Jetzt für das Schuljahr 2026/27 an unserer Berufsfachschule anmelden.

BWZ Rapperswil-Jona

Das BWZ Rapperswil-Jona bietet praxisnahe Grundbildungen in diversen Berufen sowie die Möglichkeit zur Berufsmaturität oder der Informatikmittelschule Technik.

Grundbildung

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Schulanmeldung für 2026

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Agenda

20. April 2026
|
ZFA23a - üK 4
Zürich
20. April 2026
|
ZFA25a - üK 1
Zürich
20. April 2026
|
ZFA24a - üK 2
Zürich
14. Mai 2026
|
Auffahrt (Brücke): kein Unterricht
Passion Inside! Akademie St. Gallen

Weiterbilden an der Akademie Rapperswil-Jona – St.Gallen

Im Bereich der kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Weiterbildung für Erwachsene gehören wir zu den führenden Anbietern in der Ostschweiz.

30 Jahre Projektwoche | Save the Date

30 JAHRE PROJEKTWOCHE | SAVE THE DATE | MITTWOCH 26.8.2026 | 19 H | AM BWZ RAPPI | SIMON RAKESEDER

Road to Champion: Berufsmeisterschaften Detailhandel 2026

Detailhandel

Die besten Nachwuchstalente im Detailhandel messen sich auch 2026 wieder!

Die Berufsmeisterschaften im Detailhandel bieten Lernenden die Möglichkeit, ihr Können im Verkauf unter realistischen Bedingungen zu zeigen und sich mit anderen Talenten zu messen.

Im Zentrum steht ein praxisnahes Verkaufsgespräch: Die Teilnehmenden präsentieren Produkte, beraten Kundinnen und Kunden und überzeugen durch Fachwissen, Auftreten und Kommunikationsfähigkeit.

Die Meisterschaften sind mehrstufig aufgebaut und führen von der internen Ausscheidung bis hin zu nationalen und internationalen Wettbewerben.

Der Weg zur Spitze beginnt mit der intern Ausscheidung, die am 1. April 2026 im BWZ Rappi stattfindet.

Berufsbildner sind herzlich eingeladen, dabei zu sein!

Die Gewinner aus der internen Ausscheidung nehmen am 24. Juni 2026 an der regionale Meisterschaft Ost in Arbon teil und können sich weiter qualifizieren.

Weitere wichtige Etappen auf dem Weg zum Titel:

4. September 2026, Schulische Berufsmeisterschaft der Deutschschweiz

4. November 2026, Internationaler Wettbewerb „Junior Sales Champion“ in Salzburg

Datum vormerken und unsere Lernenden auf ihrem Weg zur Spitze begleiten!

 

Ueli Rotachs beeindruckender Weg vom Hirnschlag zu den Paralympics

Junger Skifahrer im Schnee und beim Slalom.

Als Kind erlitt Ueli Rotach einen Hirnschlag. Ärzte zweifelten damals daran, ob er überhaupt überleben würde. Nun ist der 23-Jährige ehemalige BWZ-Lernende aus dem Toggenburg an den Paralympics gestartet. Im März 2026 ist er seine ersten paralympischen Skirennen gefahren und hat zwei Ergebnisse in den Top 30 erzielt: Sowohl im Riesenslalom als auch im Super-G erreichte er Platz 26.

Am BWZ hat er im August 2024 erfolgreich seine Lehre als Polymechaniker abgeschlossen und beantwortet darum nach der aufregenden Zeit in Cortina (IT) exklusiv Fragen zu seinem Erfolg.

Wie hat es sich angefühlt, erstmals bei den Paralympics am Start zu sein?

Es war eine Mischung aus Nervosität und Begeisterung. Am Start des Rennens wusste ich nicht genau, was mich erwartet, da die Piste anspruchsvoll war. Doch das Erlebnis im olympischen Dorf, die riesige Aufmerksamkeit von Zuschauern und Medien, war überwältigend. Das Spektakel konnte ich wirklich geniessen und es hat mir gezeigt, dass all die Anstrengung zu diesem Moment geführt hat. Ich nehme die Erfahrungen und Emotienen daraus, um zu lernen und profitieren

Was ist die grösste Herausforderung, Spitzensport und Ausbildung unter einen Hut zu bringen?

Beruf und Spitzensport zu verbinden, ist ein Balanceakt. Man muss Prioritäten je nach Saison klar kommunizieren. Im Winter liegt der Fokus auf dem Sport, im Sommer mehr auf der Ausbildung. Wichtig ist, dass man sich nicht übernimmt, um nicht irgendwann auszubrennen. Diese Balance ist der Schlüssel, um beide Welten gut zu vereinen.

Wie hat Sie das BWZ auf Ihrem Weg unterstützt und wo gäbe es noch Potenzial?

Das BWZ hat mich enorm unterstützt. Ich durfte meine Sportlektionen für mein eigenes Training nutzen, was mir Freiräume gegeben hat. Dazu kam die Flexibilität, mal früher zu gehen oder Absenzen zu regeln. Ich hatte nie das Gefühl, Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann vielleicht noch mehr Rücksicht in Ausnahmesituationen, etwa bei Prüfungen – und dass der Zugang zu Lernmaterial digital noch etwas einfacher wäre. Aber insgesamt war die Unterstützung wirklich grossartig.

Welche Tipps haben Sie für Lernende, die ebenfalls Sport und Ausbildung kombinieren möchten?

Mein Tipp an Lernende: Kommunikation ist alles. Legt von Beginn an offen, wann ihr weg seid, plant sauber, damit niemand überrascht wird. Nutzt die Chance, beides zu machen, aber seid euch bewusst: Das ist ein Privileg, das volle Einsatzbereitschaft in beiden Bereichen verdient.

Wie sehen Ihre nächsten Schritte aus, sowohl im Sport und im Beruf?

In Zukunft konzentriere ich mich weiter auf den Spitzensport. Ich werde wohl mein Arbeitspensum etwas reduzieren, aber ich bleibe berufstätig. Wie es langfristig aussieht, lasse ich offen, aber der Weg ist klar: Ich bleibe mit beiden Beinen in der Realität – auf der Piste und im Berufsleben.

Ueli Rotach zeigt eindrücklich, was mit Durchhaltewillen und Leidenschaft möglich ist. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg auf und neben der Piste!

🥉Bronze für die Schweiz im Viererbob🥉

Vier Skisportler in roten Jacken mit Medaillen.

Was für ein Krimi in Cortina! Das Schweizer Team im Viererbob mit Michael Vogt, Andreas Haas, Amadou Ndiaye und unserem ehemaligem Lernenden Mario Aeberhard holt sich sensationell die Bronzemedaille – die erste Olympia-Medaille im Viererbob seit 20 Jahren!

Wir sind besonders stolz auf Mario Aeberhard, der am BWZ Rappi die Informatikmittelschule Technik (IMS-T) besucht und in diesem Sommer erfolgreich abgeschlossen hat. Als Schule wissen wir, was es bedeutet, Spitzensport und Ausbildung unter einen Hut zu bringen. Training, Wettkämpfe, Prüfungen, Leistungsdruck sind oft eine enorme Doppelbelastung. Umso beeindruckender ist es, wenn Lernende wie Mario Aeberhard diesen Weg mit so viel Disziplin, Durchhaltewillen und Leidenschaft gehen und am Ende mit einer Olympia-Medaille belohnt werden.

Wir gratulieren ihm und dem ganzen Team herzlich!

Von links nach rechts: Michael Vogt, Andreas Haas, Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard bei der Siegerehrung in Cortina (Bild: Daniel dal Zennaro)

 

«Mit den Folgen musst du ganz allein leben»

Präsentation über Verkehr und Unfälle vor Publikum

«Unfälle passieren nicht einfach. Sie sind fast immer das Resultat von Entscheidungen», sagt Michel Ebnöter, Referent von Roadcross, gleich zu Beginn des Präsentationsworkshops zur Verkehrssicherheit, den eine Kunststofftechnologen-Klasse aus der Abteilung der gewerblich-industriellen Berufe (GIB) am BWZ Rappi Ende Januar besucht hat. Mit einer weiteren, provokanten Einstiegsfrage holt der Referent die Lernenden ab: «Wie viele Entscheidungen treffen wir eigentlich pro Tag?» Über 20’000, lautet die Antwort – die meisten davon unbewusst. Genau dort setzt der Workshop an, den das BWZ Rappi bewusst für diese Klasse im dritten Lehrjahr organisiert hat.

Thema im allgemeinbildenden Unterricht

Denn diese Lernenden besprechen nicht nur im Fach ABU (allgemeinbildender Unterricht) Versicherungen, sondern bilden statistisch gesehen jene Altersgruppe, die am häufigsten in schwere Verkehrsunfälle verwickelt ist. «Nicht weil sie schlechter sind als andere», betont Michel Ebnöter, «sondern weil sie viele Entscheidungen zum ersten Mal treffen und darum häufiger deren Folgen unterschätzen.» Ziel der Veranstaltung ist deshalb nicht Belehrung, sondern Information, Sensibilisierung und bewusste Konfrontation mit realen Unfallfolgen.

Risikomanagement ernst nehmen

Viele Lernende berichten von eigenen Unfällen oder Beinahe-Situationen. Schnell wird klar, dass es oft nur Sekunden braucht, bis etwas passiert. «Unfälle sind kein Zufall», betont Michel Ebnöter. «Wenn man Risikomanagement ernst nimmt und sich selbst gut hinterfragt, kann man Risiken massiv senken.» Verkehrssicherheit beginnt bei jeder einzelnen Entscheidung, sei es beim Mitfahren, beim Tempo, beim Handy oder beim Alkoholkonsum.

Eine Sekunde kann ein ganzes Leben verändern

Ein Filmbeitrag im Workshop thematisiert daraufhin die Geschichte von Abra. Sie verlor ihren Freund bei einem Autounfall, nachdem sie in ein Fahrzeug gestiegen waren, dessen Fahrer Alkohol getrunken hatte. Ihre Aussagen gehen unter die Haut: «Eine Sekunde kann dein ganzes Leben verändern», sagt sie. Die körperlichen und psychischen Folgen begleiten sie bis heute. «Damit musst du ganz allein leben», sagt Abra.

Welche Entscheidung war nicht klug?

Nach dem Film fragt Michel Ebnöter offen in die Runde: «Was macht das mit euch?» Ein Lernender bringt es auf den Punkt: «Es zeigt wieder einmal, wie schnell es gehen kann.» «Es geht nicht ums Werten, sondern ums Verstehen: Welche Entscheidung war hier nicht klug?» Als ein Lernender schlicht mit «Alles» antwortet, nickt Michel Ebnöter: «Die beste Antwort, die ich je gehört habe.»

Ablenkung als grösste Gefahr

Im zweiten Teil des Workshops führt Leslie Holenstein, Co-Referentin von Roadcross, durch zentrale Unfallursachen. Alkohol, Drogen, Geschwindigkeit, Selbstüberschätzung – vieles ist bekannt. Doch eine Gefahr wird besonders greifbar: Ablenkung. Mit einem einfachen Aufmerksamkeitstest erleben die Lernenden, wie leicht selbst offensichtliche Dinge übersehen werden, wenn der Fokus falsch gesetzt ist. «Wenn wir uns stark auf etwas konzentrieren, blendet unser Gehirn anderes aus», erklärt Leslie Holenstein. Genau das passiert im Strassenverkehr; etwa durch das Handy, Müdigkeit oder Gespräche mit Mitfahrenden.

Alkohol, Drogen – und die Konsequenzen

Auch Alkohol, Cannabis und Medikamente werden thematisiert. Selbst kleine Mengen verändern Wahrnehmung, Reaktionszeit und Selbsteinschätzung. Cannabis kann bis zu 72 Stunden nachwirken, bei Drogen gilt Nulltoleranz. «Im Zweifelsfall gilt immer: nicht fahren», hält Michel Ebnöter fest.

Besonders eindrücklich ist das Beispiel eines jungen Fahrers, der nach einem Unfall unter Cannabiseinfluss mit massiven finanziellen Konsequenzen konfrontiert wird. Die Versicherung nimmt Regress und der Fahrer muss über 270’000 Franken zurückzahlen. «Alles nur wegen einer Entscheidung», fasst Leslie Holenstein zusammen und fragt: «Was hätte es gekostet, wenn er nicht gekifft hätte?» Eine Lernende antwortet korrekt: «Nur den Selbstbehalt.»

Verantwortung für ein ganzes Leben

Zum Abschluss stellt Michel Ebnöter eine letzte Frage: «Unfall – oder doch lieber ein geiles Leben?» Die Antwort lässt er bewusst offen. Was bleibt, ist die klare Botschaft: Verantwortung im Strassenverkehr beginnt nicht beim Gesetz, sondern bei jeder einzelnen Entscheidung.

Wenn der Boden schwankt: „BWZ goes culture“ bringt Bewegung in den Schulalltag

Zwei Frauen im Radiostudio mit Headsets.

Eine Lernende humpelt durch den Raum, andere machen es ihr nach. Zuerst vorsichtig, dann immer mutiger. Es folgen kurze Auflockerungsübungen: Es wird gelacht, gestampft, geweint, gestritten. Die anfängliche Zurückhaltung verschwindet rasch, die Stimmung löst sich. Nun wird der Raum zu einem imaginären Brett, das nur dann im Gleichgewicht bleibt, wenn alle der anwesenden Lernenden mitspielen: So beginnt der Theater-Tag im Rahmen von „BWZ goes culture“ am BWZ Rapperswil-Jona.

Geleitet wird der Workshop von Silvan Diener, Leiter des Theater act-back aus Zürich. Sein Fokus liegt auf Improvisation und den eigenen Geschichten der Jugendlichen. „Alle Menschen können spielen“, sagt er gleich zu Beginn. Gerade für junge Erwachsene sei es hilfreich, nicht Texte auswendig zu lernen, sondern Situationen aus dem eigenen Alltag auf die Bühne zu bringen. „So holt man sie ab“, sagt der Profi.

Theater zum Erleben statt zum Vorspielen

Im Verlauf des Tages entstehen unter anderem sogenannte Bildergeschichten: Die Lernenden bewegen sich im Raum, ein Klatschen und sofort finden sich jeweils drei von ihnen zusammen und formen eine Pose zu einem vorgegebenen Stichwort. Zunächst stumm, später sprechen sie dazu. Eine schlechte Note ist dabei der Ausgangspunkt: Was sagen die Eltern? Wie reagiert die Lehrperson? Was tuscheln Mitschülerinnen und Mitschüler hinter dem Rücken? Aus den Antworten werden Szenen, aus den Szenen entstehen Erkenntnisse. Silvan Diener gibt dabei gezieltes Feedback zu Haltung, Präsenz und Wirkung oder dazu, wie man stehen muss, damit das Publikum die Gesichter lesen kann.

Kompetenzen, die über die Schule hinausreichen

Ein ganzer Tag Theater ist intensiv. „Für die Jugendlichen passiert an einem solchen Tag sehr viel, aber genau darin liegt der Wert“, erklärt Silvan Diener. Sie lernen, neue Rollen auszuprobieren, und Perspektiven zu wechseln. Genau hier setzt die jährlich stattfindende Projektwoche „BWZ goes culture“ an: Die Angebote holen die Lernenden aus dem gewohnten Schulalltag heraus und eröffnen ihnen neue Zugänge zu Kultur. „Alle Workshops sind nicht theoretisch, sondern praktisch und lebensnah“, sagt Philipp Beyeler, Sportlehrer und Projektleiter, „es geht uns nicht darum, einfach etwas Abwechslung zum Unterricht zu bieten. Wir wollen gezielt Räume schaffen, in denen junge Menschen sich ausprobieren und Neues entdecken können.“

Diese Erfahrungen seien zentral für die persönliche Entwicklung der Lernenden und wirkten weit über die Schulzeit hinaus, betont auch Rektor Stefan W. Kriz: „Kulturelle Bildung fördere Selbstvertrauen, Ausdrucksfähigkeit und soziale Kompetenzen. Diese Fähigkeiten sind im Berufsleben oft genauso gefragt wie fachliches Wissen.“

Ein breites Kulturangebot für alle Interessen

Der Theater-Tag ist nur eines von vielen Angeboten, aus dem die rund 900 Lernenden auswählen konnten:

Connteced Life, Konfiguration und Kommunikation mit Ein- und Ausgabegeräten

Surprise & SR Technics, Sozialer Stadtrundgang in Zürich mit Surprise und Werftführung bei SR Technics am Flughafen Zürich

Rap und Beatboxing, bei dem eigene Texte geschrieben und performt werden

StreetArt, mit einer geführten Tour durch Zürich und eigenen Entwürfen

Radiotime, inklusive Livesendung im Radiostudio

World wide cooking challenge, bei der internationale Menüs geplant, eingekauft und gemeinsam gekocht werden

(Über-)Leben im Job, mit Fokus auf Stressmanagement, Kommunikation und Auftrittskompetenz

Schneesport im Hoch-Ybrig, der Bewegung und Gemeinschaft verbindet

 

Allen Programmen gemeinsam ist der Gedanke, Lernen ganzheitlich zu verstehen. Damit leistet „BWZ goes culture“ einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung der Lernenden.

Möchtest du weiterlesen und mehr erfahren?

KI-Workshop – oder wie man den Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz lernt

«Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema. Sie ist längst Teil des Alltags unserer Lernenden. Umso wichtiger ist es, dass sie lernen, KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und kritisch zu hinterfragen», sagt Carmen Kluser, Fachlehrerin Allgemeinbildender Unterricht (ABU) im Bereich gewerblich-industrielle Berufe (GIB) am BWZ Rapperswil-Jona.

Mit diesem Anspruch wurden im Januar mit mehreren Klassen der Abteilung GIB KI-Workshops durchgeführt. Im Rahmen eines Workshops durch Fachpersonen von Smartfeld, einer Initiative die Kreativität und Zukunftskompetenzen in den MINT-Fächern fördert, erhielten die Lernenden einen praxisnahen Zugang zur generativen KI.  Ziel des Workshops war es, technisches Verständnis mit kritischem Denken zu verbinden und die Jugendlichen auf einen verantwortungsvollen Umgang mit KI in Schule, Beruf und Gesellschaft vorzubereiten.

Wie präsent KI bereits ist, zeigt sich auch gleich zu Beginn des Workshops: Auf die Frage, wer Künstliche Intelligenz regelmässig für Schule oder Beruf nutzt, melden sich alle Lernenden. Ob zum Recherchieren, Zusammenfassen von Texten oder zur Unterstützung bei beruflichen Aufgaben, KI-Tools sind für sie längst eine Selbstverständlichkeit.

Spielerisch Möglichkeiten und Grenzen entdecken

Der Workshop setzte bewusst auf Ausprobieren, Hinterfragen und gemeinsames Lernen. Auf den Bildschirmen der Lernenden entstanden mit dem Programm Quick, Draw! Zeichnungen und Skizzen – nicht immer mit dem gewünschten Resultat. Daneben wurde diskutiert, verglichen und gelacht. «Ich habe gemerkt, dass die KI zwar schnell ist, aber nicht immer recht hat», sagt Ben Sommer, Polymechanik-Lernender im ersten Lehrjahr, und zeigt auf sein Ergebnis bei Quick, Draw!: Die KI erkannte seine gezeichnete Trompete erst nach mehreren Anläufen. Peter Rüdisüli, Workshop- und Standortleiter von Smartfeld in Rapperswil, ordnet dies ein: «KI wird mit grossen Datenmengen aus der ganzen Welt trainiert. Theoretisch wäre es möglich, ihr falsche Muster beizubringen. Zum Beispiel dann, wenn viele Menschen eine Trompete falsch zeichnen und dies als korrekt bewerten. Was hier spielerisch mit Zeichnungen passiert, kann auch bei anderen KI-Anwendungen wie ChatGPT auftreten – mit entsprechend weitreichenden Folgen.»

Lernen durch Ausprobieren

Im Workshop arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aktiv mit regelbasierter, abrufbasierter und generativer KI. Sie erstellten Bilder, formulierten unterschiedliche Prompts und verglichen die Resultate. Dabei wurde deutlich, wie kreativ, aber auch wie fehleranfällig KI sein kann. So kennt keine der getesteten KI-Anwendungen das schweizerdeutsche Wort «Gigampfi» für «Wippe». Anstatt eine passende Antwort zu liefern, erfanden die Programme kreative, aber falsche Erklärungen. Peter Rüdisüli betont: «Uns geht es nicht darum, den Lernenden fertige Antworten zu liefern. Sie sollen selbst ausprobieren, Fehler entdecken und daraus lernen. Genau so entsteht ein realistisches Bild davon, was KI kann und was eben nicht.»

KI testen und kritisch hinterfragen

Ein weiterer Bestandteil des Workshops war der zweite Teil, in dem die Lernenden in einem Gruppenprojekt die Rolle von Startup-Beraterinnen und -Beratern übernahmen. Dabei erfuhren sie, wie entscheidend präzise formulierte Prompts für die Zusammenarbeit mit generativer KI sind. Durch gezieltes Testen, Anpassen und Hinterfragen verbesserten sie ihre Ergebnisse Schritt für Schritt. «Wir mussten wirklich genau überlegen, wie wir der KI etwas erklären, damit sie das macht, was wir wollen», sagt Manuel Hagmann, Lernender Polymechaniker, nach der Gruppenarbeit. «Gerade in diesen Projekten wird sichtbar, dass KI ein starkes Werkzeug sein kann – aber nur dann, wenn der Mensch die Richtung vorgibt», betont Carmen Kluser und zieht ein Fazit aus dem Workshop: «Unsere Lernenden lernen, KI als Werkzeug zu verstehen und nicht als Ersatz für eigenes Denken. Es wurde klar, dass die Verantwortung immer beim Menschen liegt. Genau das wollten wir erreichen.»

 

Über Smartfeld

Smartfeld ist eine interdisziplinäre Initiative, die Kreativität und Zukunftskompetenzen fördert, um Kinder und Jugendliche fit für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu machen. Als eine der Leadorganisationen der IT-Bildungsoffensive des Kantons St. Gallen (ITBO) bietet Smartfeld inspirierende Lern- und Experimentierräume in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Durch die Zusammenarbeit mit führenden Institutionen wie dem Switzerland Innovationspark Ost, der Empa, der GBS St. Gallen, der OST – Ostschweizer Fachhochschule, der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, der Universität St. Gallen und neu auch das bzbs, Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs Sargans integriert das Smartfeld Expertise aus Bildung, Forschung und Praxis, um junge Menschen bestmöglich für das digitale Zeitalter vorzubereiten. Unser Motto: «Technologie + Kreativität».

 Hier zu finden: Home | Smartfeld | Technologie + Kreativität

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